Statement der Immigranten, die das Politechnio in Solidarität mit dem Kampf in MORIA besetzten

Gestern am 8.2, besetzten wir Immigranten (+20) von 7Uhr bis 15Uhr die Polytechnische Universität (in Athen a.d.Ü.) in Solidarität mit den Immigranten, die im MORIA HÖLLEN LOCH kämpfen.
Für uns, von denen viele im MORIA Höllen Loch waren, ist die Situation der Immigranten, die zur Zeit dort sind nachvollziehbar.

Wenn du deinen Körper für wenige Euro verkaufen musst, wenn das Essen in diesem Höllenloch nicht essbar ist, wenn du sehr leicht an der kälte und dem Dreck sterben kannst und wenn du nicht als ein Mensch in der gleichen Weise wie andere Menschen existierst…
 
Im kaptialistischem Regime, sind nicht nur wir als Immigranten betroffen von staatlicher Repression, die örtliche Bevölkerung ist es ebenso, also glauben wir der Kampf sollte ein von allen unterdrückten gemeinsamer sein. Aber wir alle sollten auch Selbstkritik üben weil es bisher nicht möglich war uns in Richtung der sozialen Revolution zu bewegen. 
 
Ist es nicht an der Zeit für eine gemeinsame Basis? Nicht nur in Moria, stell dir vor auch in Somos, Athen, Thessaloniki, Patras und anderen Städten demonstrieren Immigranten, haben wir eine Basis um sie wirklich zu unterstützten? Wenn nicht, ist es an der Zeit die Situation ernster zu nehmen!
 
Praktisch fragen wir euch Gefährten nach Solidarität, aber wenn wir Immigranten in den Straßen sind, bedeutet Solidarität nicht auf  „sozialen Medien“ zu posten, sondern mit uns in den Straßen zu sein. Die Lücke unserer Basis, die hier in der sozialen Struktur existiert, ermöglicht den Menschenrechts Aktivisten, Immigranten zu viktimisieren und ihren Kampf in Reformismus und Individualismus zu manipulieren.
N.D. setzt fort, was SYRIZA gegen uns gemacht hat aber was SYRIZA tat war viel schlimmer, weil SYRIZA all diese Repression im Deckmantel von Unterstützung (Supporters) tat. Vergessen werden können auch nicht jene, die Propaganda für SYRIZA während den Wahlen von 2015 machten. Seit einige politische Räume von der Tsamadou Straße bis in die Themistokleous Straße in den Wahlen von 2015, SYRIZA geholfen haben, sollten sie aufhören unseren Namen als Immigranten zu verwenden.
 
Manche von uns, die in der Besetzung des Polytechnios partizipierten, leben im GINI Gebäude, die Situation hier ist sehr schlecht, die nächste sehr kalt, wie haben kein essen, und generell ist die grundlage für die einfachsten menschlichen bedürfnisse hier nicht vorhanden. Klar ist, dass ein gemeinsamer Kampf nicht wirklich möglich ist, solange manche von uns in persönlichen Apartments leben und andere nicht mal duschen können. 
 
Ein trauriger Umstand, wenn wir alle für die Gleichheit kämpfen, aber die praktische Situation das Gegenteil unserer Worte zeigt.
Wir glauben, dass der Kampf der Einwanderer auf allgemeinere Weise weitergeführt wird, denn die Unterdrückung, die der Neoliberalismus gegen uns ausübt, wird uns immer mehr dazu zwingen, zusammenzukommen. Wir als die Immigranten, die das Polytechnio besetzt haben, werden unsere Solidarität mit den Immigranten von MORIA in der Praxis wieder zeigen, und wir rufen zu einer weiteren offenen Versammlung auf, um eine größere soziale Bewegung in Solidarität mit dem Kampf der Immigranten von MORIA zu schaffen.
Montag 10/02, um 19:00 Uhr polytechnio, Gini
 
Alle Genossen sind willkommen zum gemeinsamen Kampf in Solidarität mit dem Kampf der Immigranten in MORIA